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[ Sehenswertes: Schloss Pudagla ]

Dieser Bau hat eine lange und bedeutungsvolle Geschichte gesehen und beherbergt.
Nach den Anfängen der Christianisierung Usedoms durch den Bischof Otto von Bamberg kamen 1150 Mönche in das heute zerfallene Kloster von Grobe, in den folgenden 150 Jahren konnten die Mönche durch geschicktes Verhalten und großzügige Spender ihren Reichtum vermehren, anno 1308 zogen die Mönche um in das Kloster Pudagla. Schloss PudaglaVon hier aus lehrten die Gottesdiener den Insulanern ihre Kultur, sie nahmen Wegezoll und gestalteten das Fischereirecht sowie die Gerichtsbarkeit in ihrem Sinne. Aber auch die Mönche hatten Laster, so nutzten sie es aus, als einzige schreiben und lesen zu können, um sich unrechtmäßig in den Besitz von Liegenschaften zu bringen, indem sie Urkunden fälschten. 1534 zeigte die Reformation auch hier ihre Wirkung, die Mönche mussten das Kloster Pudagla verlassen und pommersche Herzöge übernahmen das Kloster mit den umliegenden Ländereien. Ernst Ludwig von Pommern baute das Kloster 1574 um. Der Krieg von 1618 bis 1648 zwang die Adligen jedoch, das Schloss zu verlassen und die Schweden übernahmen es als Amtssitz für einen Verwalter. Mit dem Siegeszug der Preußen wurde das Schloß Pudagla zu einem preußischem Amtssitz.
Sehenswert an dem Schloss mit dem Grundriss 49x11m sind vor allem der kleine Erkerturm im Süden sowie das Eingangstor in der Mitte des ehemaligen Klosters. Von dem alten Renaissanceschmuck blieb nur die Gründertafel übrig, der Rest verfiel oder wurde geplündert. Von dem Mönchskloster ist nur noch ein Kellergewölbe vorhanden, die alte Schlossmauer wurde restauriert, im Inneren des Schlosses hat eine Gaststätte die Gastwirtschaft eröffnet, im Sommer gibt es hier Kaffee und Kuchen. 


Legende: Der Ritter mit der goldenen Kette

Seit dem 14. Jhd. schon wird die Legende von dem Ritter, der immer eine goldene Kette trug, überliefert.
Eines Tages traf der Ritter auf eine sehr hübsche Nonne aus dem Kloster von Pudagla und verliebte sich unsterblich in sie. Doch kein Weg führte zu ihr, und so entschloss er sich, von seinem Schloss Mellenthin einen unterirdischen Gang zu bauen. Nach sieben Wochen hatte er es geschafft, entführte die Schöne auf sein Schloß und heiratete sie. Ein Bauer verriet den Aufenthalt der Nonne jedoch und der Bruder von ihr rückte mit seinen Soldaten an.
Ein Jahr belagerte er das Schloß des Ritters, aber dieser hielt stand. Von seiner Stärke und Standfestigkeit beeindruckt, kam der Herzog von Stettin und beendete die Belagerung und gab dem jungen Paar seinen Segen. Nach vielen glücklichen Jahren fanden beide ihre letzte Ruhestätte in der Kirche von Mellenthin, so berichtet die Legende. An dieser schönen Liebesgeschichte gibt es jedoch eine entscheidende Ungereimtheit: das Kloster von Pudagla war ein Mönchskloster.
Doch aus Überlieferungen ist bekannt, das die Klosterbrüder dem Weltlichen durchaus nicht ganz entsagten und schöne Frauen um sich hatten...

 
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